CULTURA – der Spatenstecher

Die Figuren der Serie CULTURA stehen inzwischen im Küchengarten. Nach den Papierskizzen folgten erste Modelle. Nach diesen Modellen wurde Stahl gebogen und geschweißt. Der Stahl wurde mit Beton ummantelt. Damit erhalten die Figuren mehr Volumen und werden sichtbarer. Bewusst sind die Figuren karg und schroff in ihrer Oberfläche gehalten. Schroff ist auch ihr Charakter.

Der Spatenstecher ist die erst Figur. Die Urbarmachung des Bodens. Die Vorbereitung für die Saat. Dafür bedarf es Weitsicht, langfristige Planung und ein Vertrauen auf die Zukunft. Ein Vertrauen, dass die Saat mit dem Wetter zurechtkommt und die erhofften Erträge bringt. Damit ist auch eine enorme Risikobereitschaft verbunden. Die Erträge sollen und werden ein Vielfaches des eingesetzten Samens erbringen.

 

Abguss von Obst in Beton

Im Mai habe ich über das Abgießen von Obst in Gips berichtet. Jetzt zur Erntezeit stehen wieder reichlich Früchte zur Verfügung und nun soll Apfel und Tomate in Beton gegossen werden, damit diese dauerhaft im Garten ihren Platz finden.

Beim Beton-Guss muss der Anguss quasi auf dem Äquator des Apfels liegen, da ich den Apfel in einem Guss mit Beton füllen muss. Dazu habe ich habe ich Blechstreifen in den Äquator des Apfels gesteckt, da hier die Formen leicht ohne Hinterschnitt zu trennen sind. Der entscheidende Unterschied ist nun die Einbindung des Anguss-Kanals. Dazu steche ich mit einen Apfelstecher ein Loch in den Äquator des Apfels. Dort hinein passt ein Korken, der ca. 2 cm über den Apfel hinausragt. Die dann entstandene Gussform enthält somit ein Loch durch das der Beton in die Gussform gegossen wird. Nach dem Guss kann der Anguss leicht entfernt und die Nähte geputzt werden.

Eine Katze für jeden Garten – die Katzen-Figur aus Beton

Viele Gärtner lieben ihre Katze. Bei uns streunt gelegentlich Nachbars Katze durch den Garten. Nun haben wir eine eigene Katze. Eine Überraschung, die die Blicke auf sich zieht. Zunächst wurde sie in Ton modelliert und dann für detailreiche Abgüsse mit flüssigem Silikon für den Guss vorbereitet.

Nach dem Abguss streunt die Katze nun im Garten herum. Die Gussform steht für weitere Abgüsse zur Verfügung.

Hasen im Beton-Hohlguss

Auf Anregung einer Bekannten habe ich mich mit dem Thema Hase beschäftigt. Dieser sollte speziell zu Ostern als dekorativer Blickfang vor ihrem Haus platziert werden. Ich nahm das zum Anlass, mich mit der Technik des Hohlguss aus Beton vertraut zu machen. Damit ist es mir nun möglich, Kleinserien der Skulpturen aus Beton zu gießen.

Großer Hase:  22 x 19 cm Länge x Breite, 20 cm Höhe,  4,8 kg

Kleiner Hase: 10 x 8 cm Länge x Breite, 8 cm Höhe, 0,7 kg

Skulptur 06 – Betonguss

Mit dieser Skulptur wollte ich mein Studienprojekt überarbeiten und als Betonguss für den Gräserpfad erstellen. Ausgangspunkt im Studium war die Auseinandersetzung mit der Form der Pilgermuschel im „Zeichnen nach der Natur“ bei Herrn Kafsak. Für das Thema Metamorphose Kurs „Plastisches Gestalten“ bei Prof. Busmann wählte ich die Muschelform als Ausgang. Die Muschelform entwickelt sich von einem Zentrum beständig nach Außen, die biomorphe Form sollte sich von links nach rechts in eine geometrische Form wandeln.

 

Nach 30 Jahren wollte ich die Muschelform stärker betonen. Erste Formstudien entstanden aus Ton und die Gußform aus Gips wurde erstellt.

Parallel führte ich Versuche zur Umsetzung in Beton durch. Erster und größter Unterschied zwischen dem Guss in Gips und dem in Beton sind die gegensätzlichen Anforderungen der Materialien. Während der Gips beim Aushärten das Wasser abscheidet und trocknet, benötigt der Beton Wasser zum Härten – eine Gussform aus Gips würde dem Beton das Wasser entziehen. Für erste Versuche nahm ich einfachen Putzbeton aus dem Baumarkt und dichtete die Gussform aus Gips mit Tonschlicker ab. Das funktionierte gut, aber das Ergebnis war sehr enttäuschend, da die Oberfläche sehr grob wurde.

Nachdem ich mir speziellen Gussbeton für Betonmöbel beschafft hatte, konnten die Vorbereitungen beginnen. Nächste Herausforderung war, daß die Skulptur aus Beton sehr schwer sein würde und auch die Kosten deutlich anstiegen. So wurden Tests durchgeführt mit einer Zweischalen-Hohlform. Das Ergebnis ist zufriedenstellend, aber es bedarf noch einiger Erfahrung beim Einstellen der nötigen Viskosität um die Oberflächen perfekt glatt zu bekommen. Nach dem Guss kam die Skulptur zur Probe auf ihren Sockel im Gräserpfad. Jetzt werden die Oberflächen noch gereinigt und der Beton wird zur Härtung für 14 Tage in einen Plastiksack verschwinden.